Wirtschaftsförderung auf niederländisch …

… gab es heute und gleich hatte ich auch in diesem kleinen Gemeindehaus meinen eigenen Laptop auf dem Tisch zu stehen, inklusive Internet und natürlich gab’s auch gleich noch Wifi fürs Handy und fürs IPad dazu. „Was willst Du trinken“ war die nächste Frage! So macht Arbeiten Spaß und ist auch effektiv. Nachdem ich mein niederländisches Postfach – s.richter@amstelveen.de gecheckt und ein paar Mail beantwortet hatte, ging es dann auch gleich zu Ben.

Der ist ab morgen mein Kindermädchen und ist im Bereich Handhaving und Vergunningen tätig. Er bearbeitet also Genehmigungen für Bauvorhaben, Gewerbebetriebe, Events und noch mehr und überwacht und kontrolliert diese auch und er ist eine Sportskanone mit Rennrad und Marathonerfahrung.

Ab Morgen bin ich mit ihm und meinem neuen Dienstfiets in Uithoorn zu Kontrollen unterwegs. Hoffentlich kann ich da mithalten 😉 wir haben die gemeinsamen Termine bis in die nächste Woche geplant und dann konnte ich bis zum Mittag alles Wissenswerte auf der Internetpräsenz der Gemeinde natürlich auf niederländisch nachlesen. Facebook haben die natürlich auch – das hat hier auch jeder Ort.

Anschließend war noch Zeit für eine kurze Sightseeingtour durch das Gewerbegebiet der Gemeinde und in eines der kleinen Einkaufszentren, nicht so schick wie in Amstelveen, aber gerade im Umbau, damit es bald besser wird. Auch hier die Straßen und Grünanlagen wie geleckt!

Bei einem Stopp in einer kleinen Cafeteria gab es dann das obligatorische Kaasbrotje, Linda hatte mich dazu eingeladen und dann ganz schnell zu einem Meeting im Amstelveener Rathaus.

Es gibt ein gemeinsames Projekt von Amsterdam und den umliegenden Gemeinden zur Entwicklung des Großraumes in den nächsten Jahren und nach einer kurzen Einleitung und Erläuterung ging es in die Arbeitsgruppen. Zur Erwärmung spielten wir das ganze mal theoretisch durch. Jeder zog eine Karte, darauf war der Name einer Gemeinde oder Stadt vermerkt und wir bekamen jeder eine Liste mit den geplanten Projekten, regionalen und überregionalen.

Jeder hatte 15 Millionen zur Verfügung und durfte die mal eben so auf die einzelnen Projekte verteilen, ganz nach persönlichem Empfinden. In einer Tabelle wurden dann die Beträge aller Partner notiert und nun wurde auch das Geheimnis der tatsächlichen Kosten dieser Projekte gelüftet. Unsere Investitionen deckten die Kosten keineswegs und auch die finanzielle Sonderausstattung der größeren Städte half nicht wirklich weiter.

Die Moral von der Geschichte ist, dass nun alle gemeinsam darüber nachdenken müssen, welche Projekte man mit den zur Verfügung stehenden Mitteln tatsächlich angehen wird. Sollen es die Favoriten wie Radwege und touristische Atraktionen oder dann doch die erneuerbaren Energien für die Zukunft sein. Klingt wie im echten Leben und macht deutlich, dass es wichtig ist, alle an einen Tisch zu holen.

Am witzigsten fand ich, dass die Bürgermeisterin von Aalsmeer mit am Tisch saß und nun aber durch das Lossystem eine ganz andere Gemeinde vertrat mit anderen Problemen und anderer geografischer Lage.

Nach diesem kleinen Exkurs in die Politik und die niederländische Kultur und Sprache habe ich mich dann von den anderen verabschiedet – wir Berliner hatten heute noch ein gemeinsames Treffen – hier in meinem Kiez und für mich zu Fuß zu erreichen. Da schmeckt das Bier gleich viel besser und bei diesem Meeting wurde deutsch gesprochen, auch schön. Natürlich nur untereinander, die Bestellung ging wie immer auf englisch – aber das ist ja Pillepallle.

Nun werde ich mich aber mal ins Bettchen verabschieden und nicht von meiner Handyrechnung träumen, die mich per Mail heute Abend ereilt hat und mir nach diesem schönen und erlebnisreichen Tag einen kurzen Tritt in die Magengrube versetzt hat. 😦

Ich werde bald singen gehen hier. Vielleicht bewerfen mich die Leute mit Geld, damit ich damit aufhöre 😉

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5 Kommentare

  1. Hey meine Süße 😉
    ich muss gestehen, dass ich nicht immer fleißig lese, aber schon alleine deine Fotos sind toll!!
    Schön auch dich auf dem Letzten zu sehen…ich vermisse dich hier…liebe Grüße von mir

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  2. Liebe Simone, ein interessanter Beitrag. Selbst in so relativ wohlhabenden Gemeinden reicht das Geld nicht hin. Und bei uns läuft schon bald der „Soli“-Transfer aus… 😉
    Wie immer machst Du großartige Bilder!
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Zeit und freue mich auf Deine Rückkehr ins gute alte Lichtenberg.
    LG Roberto

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    1. Hoi Roberto,

      jetzt ist es nur noch eine Woche hier und schon sind die vier Wochen rum 😮 am liebsten würde ich noch eine Weile hier bleiben, aber die Heimat ruft auch ein bisschen. Vielen Dank fürs Kompliment und ich freue mich auch, Euch alle bald wieder zu sehen.

      liebe Grüße Simontje

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  3. Nur noch eine Woche hast du? Wie die Zeit davon radelt…Noch mehr schöne Bilder…Freue mich auf deine Erzählungen. Habe noch eine wundervolle, erlebnisreiche Restzeit. LG Funki

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