eine letzte gemeinsame Nacht …

… ein wiederlicher Wecker ohne Gnade und ein ganzer Tag im Wald mit Olaf, dem Oberförster und Probleme beim Versenden und Zusammensetzen der Präsentation.

Das also die Kurzform und hier die Details! Ich hatte mit Steffen noch ein kurzes gemeinsames Frühstück, dann habe ich ihn an der
Tramhaltestelle abgeliefert und bin Richtung Amsterdamse Bos geradelt.

Ich hatte heute wegen meinem schlechten Terminmanagement gleich zwei Termine am Morgen und habe mich spontan gegen ein Meeting und für den Oberförster entschieden. Pünktlich um neun war ich da, habe Kaffee geschlürft, den Tagesplan besprochen und den Nachmittagstermin auch noch abgesagt, damit ich mehr Zeit im Wald habe. Denn da gab es heute eine Menge zu tun. Viele Hundebesitzer und Hundesitter waren im Bos (Wald) unterwegs, die meisten ohne Leine und Halsband und das gleich mit bis zu 8 Hunden. Ohne Halsband ist hier eigentlich kein Problem, aber eben nicht überall im Park und so musste Olaf mehrfach das nette Gespräch mit den dazugehörigen Zweibeinern führen – aber alles ohne ein einziges Ticket.

Dazu kamen noch Jagdhunde, welche den Freizeitreitern das Leben schwer machen, wenn sie ohne Leine umher tollen und auch ein Kampfhund so groß wie ein Kalb 😮 beide dürfen hier niemals ohne eine Leine unterwegs sein und so mussten wir mehrfach aus dem warmen Auto raus, obwohl es draußen wirklich kühl geworden ist.

Ganz nebenbei lag noch Müll im Wald herum – war wohl ne schöne Party mit Heineken – einen Anruf und ne Stunde später waren aber alle Spuren beseitigt und jemand hatte an der Kinderplantsche am Wochenende ein schönes Lagerfeuer gemacht und sich erwischen lassen.

Olaf sah sich den Schaden an und meinte ein paar Hundert Euro wird das wohl kosten – die Rechnung bekommen die Übeltäter, dafür aber kein Bußgeld oder sowas.

Später haben wir noch einen herrenlosen Hund eingesammelt und wenig später dem aufgeregten Herrchen zurück gegeben und wir sind einfach so durchs Unterholz und haben uns über die unterschiedlichen Konzepte in beiden Kommunen ausgetauscht und ein bisschen Smalltalk gab es natürlich auch. Zwischendurch wieder Kaasbroodje und Kaffee und halb fünf war es geschafft.

Der Tag mit Olaf war wieder sehr interessant und um seine Arbeit beneide ich ihn ein bisschen, zumal hier keine Tiere geschossen werden. Also eine kleine friedliche Welt in der die Waffen der Verwaltung fast nur Worte sind und alle sind sehr zufrieden damit, die Bürger und auch die Parkranger – seit dem Strategiewechsel hier läuft alles viel ruhiger und wir haben sogar eine Frau im Wald getroffen, die beim Spaziergang mit dem Hund einfach mal ein paar Abfälle im Wald weggesammelt hat. Sie hatte ne alte Tüte und ne Grillzange dabei und brachte die Fundstücke gleich zur nächsten Mülltonne. Soviel Sinn fürs Gemeinwohl wünschte ich mir zu Hause auch.

Aber die Bürger haben den Amsterdamse Bos als Ihren Park angenommen, seitdem jeder hier seinen Platz bekommen und gefunden hat und die kleinen Ärgernisse am Rande klärt man fast immer freundlich und ohne Geldstrafen.

Damit hat sich auch die Stimmung zwischen den vielen Helfern im Park und den Bürgern verbessert. Die meisten ziehen zusammen am selben Strang. Ein schöner Denkanstoß – ob das wohl auch in Berlin funktionieren könnte?

Die viele frische Luft heute im Wald und das anstrengende Wochenende haben mich aber ziemlich mitgenommen, und ich sehnte mich nach meinem gemütlichen Zimmer. Aber Fehlanzeige! Erst noch das Fiets nach Amstelveen in den Rathauskeller bringen, denn unsere gemeinsame
Zeit ist nun zu Ende und dann mit dem Bus zurück in die Grachtenstadt. Im Supermarkt fand ich noch ein paar Leckereien um mir den Abend zu versüßen.

Da erwartet mich noch eine nicht funktionierende Präsentation, der Bericht vom Donnerstag und von heute für
Euch und das Verpacken der Dankschöngeschenke für all die fleißigen und fürsorglichen Kollegen hier vor Ort, die dafür gesorgt haben, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist und ich jede Minute in guter Erinnerung behalten werde.

Morgen gibt’s noch einen halben Tag in Uithoorn bei Ben und seinen Kollegen und dann die Abschlusspräsentation in Amstelveen mit einem gemeinsamen Abendessen danach. Drückt mir die Daumen, dass. Ich das Problem mit dem Transfer der Datei auf irgendeinen Laptop oder so hinbekomme und mich dann nicht vor Aufregung im Vokabular verhakele und „lost in Translation“ bin.

Wir sehen uns ganz spät Morgen Abend vielleicht oder ganz zeitig am nächsten Morgen, hihi.

Trotz Abschlusspräsentation gibt es noch einige schöne Termine und die will ich Euch nicht vorenthalten.

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2 Kommentare

  1. Morgen meine Süße, so – so …grins hast du einige Termin’chen gecancelt und dich für die Tour durch Park & Wald entschieden. Ich denke, dass war eine gute Wahl!
    Du bist ja so fleißig mit deinem Berichten hier…toll machst du das!!!!

    Ich freue mich schon irre sehr, dich in ein paar Tagen wieder zu sehen und die letzten Stunden gemeinsam mit dir in Amsterdam verbringen zu dürfen.
    Bis dahin sei ganz lieb gegrüßt von mir 😉

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    1. Hey Janka, nun bin ich endlich zurück at my place! Die Präsentation liegt hinter uns allen und auch die meisten Abschiedszenen 😉 ich freue mich auch Euch hier endlich alle wiederzukehren und Euch die Stadt zu zeigen, die vier Wochen mein zu Hause war :-*

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